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Umgeben von tropischem Küstenregenwald bietet der Bungalow eine Oase der Ruhe. Tagsüber unterbrechen Affenherden die Stille, indem sie kreischend durch das Geäst und über das Dach toben. Der Abend gehört den Fröschen, die überall in kleineren und größeren Tümpeln ihr Quartier haben. Ihr Vorsänger, der Kantor, führt mit sonoren Lauten wie a-o, a-o das Froschkonzert an, die Froschgesellschaft antwortet mit lautem ausdauerndem Quaken, das weit über das Gelände ertönt. Nirgendwo sonst haben wir jemals ein Froschkonzert in solcher Intensität erlebt! |
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Unsere interessanteste Tour mit Kombo ging ganz in den Süden von Kenia nach
Mwazaro auf der Halbinsel Shimoni. Hier ist die Heimat der Digo, die noch dem ursprünglichen
Geisterglauben anhängen. Unter einem riesigen uralten Baobab-Baum versammeln sie sich,
um mit den Geistern ihrer Ahnen Verbindung aufzunehmen. Mir war es an dieser Kultstätte
selbst ein wenig unheimlich, obwohl der Zauber heute an Wirksamkeit verloren haben soll,
nachdem man den Baum mit einer Mobilfunkantenne versehen hat. Am Strand von Mwazaro erlebten wir eine einzigartige Mangrovenlandschaft mit Korallenriffen, wo man bei Ebbe zwischen Meer und Sandflächen bummeln kann. Nach hereinbrechender Flut konnten wir eine abenteuerliche Bootsfahrt durch Mangrovenwälder unternehmen. |
Das große Areal der Mangrovensümpfe gehört Hans von Loesch, einem Deutschen, der das Gebiet aufkaufte und die Mangrove-Lodge hier errichtet hat. In seinem fesselnden Buch "Afrikanisches Schach" beschreibt er sein Leben mit den Geistern (auf der Toilette hört man ihre klagenden, geheimnivollen Laute wie ein Raunen in den Wipfeln des Baobab) und seine unglaublichen Mühen, seine Baupläne zu verwirklichen, eine Lektüre für Abenteurer, Aussteiger und Individualisten.
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Die Krönung unseres Mangroventrips bildete das feiste Krokodil, dem wir hier so nahe kamen wie nie zuvor. |

Trotz Hochsommer am Äquator, Regen, Schnee und Eis in Deutschland müssen wir im November unser Paradies verlassen. Tschüss Kenia!
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