Am besten erst einmal probefahren...

Ein wichtiges Kapitel: Der Leihwagen

Ohne Leihwagen kannst Du das Campen in Kenia vergessen! Rucksacktouristen haben keine Chance. Es gibt nur eine Bahnlinie von Mombasa über Nairobi zum Victoriasee, und der Zug fährt einmal am Tag (nachts). Die Überlandbusse sind hoffnungslos überfüllt, ebenso die Matatus (Sammeltaxis).
Außerdem kommt man nur per Auto in die Nationalparks und Naturreservate hinein, und schließlich geht es ja in Kenia um die Safari!

Wie bekommt man einen ordentlichen Leihwagen?
Der beste Weg ist, bereits von Deutschland aus ein Fahrzeug bei einer anerkannten Leihwagenfirma zu mieten, auch wenn das vielleicht etwas teurer wird. Jedenfalls hat man hier die sicherste Garantie. Wir haben das für unsere Südafrikareise so gehalten und beste Erfahrungen gemacht.
Dringend abraten möchten wir davor, von Deutschland aus einen Wagen bei einer kenianischen Firma zu bestellen. Die Überweisung der Anzahlung ist extrem teuer, und man weiß nicht, was man für sein Geld bekommt.
Dann lieber gleich in Kenia mieten!

 


Bei unserer ersten Zeltreise nach Kenia hatten wir ein zuverlässiges Fahrzeug, kamen ohne Pannen durch und konnten alle Parks befahren. Die Wege waren damals sehr staubig, besonders im Tsavo und Amboseli, sodass wir nach zweiwöchiger Safari kaum noch von den roten Elefanten zu unterscheiden waren.
Solche Wege? Mich laust der Affe!

Unser zweiter Keniaaufenthalt verlief nicht so glatt. Im Tsavo-Park steckten wir vier Stunden lang im Schlamm, bis ein Safaribus vorbeikam und uns herauszog. Durch die ausgiebige Winter-Regenzeit waren die Wege für so ein kleines Auto nahezu unpassierbar.
Gegen Abend blieben wir ohne Sprit liegen. Während Winfried mit einem Einheimischen in den nächsten Ort fuhr, um den Kanister zu füllen, blieb ich allein bei dem Auto und mußte mich schließlich wegen der hereinbrechenden Dunkelheit bis zum Parkeingang schleppen lassen. Auf der Weiterfahrt von dort - der Tank hatte wieder etwas Sprit - übersah ich bei schlechter Wagenbeleuchtung ein tiefes Loch auf der Piste, der Wagen kippte um, und wir waren zum dritten Mal auf Helfer angewiesen. An diesem Abend beschlossen wir, das Auto zurückzubringen und unsere Reise mit einem Fahrer mit größerem Wagen fortzusetzen. Camping ade!


Du bekommst Bedenken, in Kenia zu campen?

Nicht nötig! Du brauchst nur ein stabiles Auto mit Allradantrieb und dazu einen großen Reservekanister. Tankstellen gibt es nämlich nur bei größeren Orten, es gibt sie nicht in den Safariparks.
Eine Campingsafari wird gewiss nicht billiger als eine Gruppen-Pauschalreise mit Komfort; Campen ist nur eine Frage der Einstellung!

Bist Du Individualist und sehnst Du Dich nach einem Abenteuerurlaub in der Wildnis, dann stören Dich keine schlechten Straßen, kein mangelnder Campingkomfort, dann bist Du der richtige Kenia-Camper!

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