Zeltabenteuer

Was Du zuerst wissen mußt:

Auch beim Zelten bist Du nur bedingt frei, so wie unser Vogel hier. Außerhalb von Campingplätzen ist das Campen nicht gestattet und auch nicht ratsam, da die Verbrechensquote sehr hoch ist!

Deine Campingausrüstung mußt Du Dir schon selbst mitbringen. Verlaß Dich nicht darauf, etwas mieten zu können, Du wirst es nicht bekommen, auch dann nur selten, wenn Du ein Auto mietest.
Bei unserem ersten Keniaaufenthalt hatten wir immerhin noch zwei Campingstühle und einen klappbaren Tisch im Auto, beim letzten Mal gab man uns freundlicherweise zwei unförmige alte Metallstühle mit, die fast das ganze Auto füllten.
Besser ist es, sich mit aufblasbaren Sitzkissen und einer alten Tischdecke zu begnügen.
Unser Campinggepäck wog 22 kg, wenn man also zu zweit unterwegs ist, bleiben wegen der Gepäckvorschriften im Flieger noch 18 kg für die persönlichen Dinge.

Auf dem Rückflug lassen sich die Koffer leicht " entlasten ". Wenn Du alte Jeans, Turnschuhe, Shirts mitnimmst,kannst Du sie nach der Safari getrost verschenken, es finden sich immer Abnehmer; oder Du stellst einen Karton an die Straße. Der bleibt gewiss nicht lange stehen. So bekommst Du außerdem etwas Platz für Reiseandenken.

Da in Äquatornähe die Dämmerung schnell hereinbricht, muss man sich mit dem Zeltaufbau immer beeilen. Hier in Malindi haben wir es gerade noch geschafft.

 

Wo kann man campen?

Am Indischen Ozean findest Du immer Campingplätze, wenn Du aber eine Safari machen willst, sieh Dich an den Ein- und Ausgängen der Parks um. Am Platzeingang zahlten wir damals 35 DM, doch was man dafür bekommt, ist mit europäischen Campingplätzen nicht zu vergleichen. Läden, Restaurants, Discos, laute Geselligkeit...wer so etwas braucht, sollte in Kenias Nationalparks nicht zelten.
Meistens bleibst Du der einzige Besucher auf dem Platz. Wenn Du Glück hast, findest Du Wasser und ein Klo, aber:
Es gibt nichts Schöneres als eine Nacht in der Wildnis! Über Dir hast Du die sternenübersäte Kuppel des südlichen Sternenhimmels, und wenn Du im Zelt liegst, wird die Wildnis wach. Unzählige Tiere bereiten Dir ein Konzert, das Dir manchmal Schauer über den Rücken laufen läßt.

Wenn die Nacht in der Wildnis hereinbricht....

Erfahrungen

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Erschrick nicht, wenn Du Besuch bekommst. Affen sind neugierig und nicht besonders scheu. Dieser Pavian hat es sich auf unserer Feuerstelle bequem gemacht. Wenn Du nachts Tiere um das Zelt herumschleichen hörst, sind es sehr häufig Affen, also kein Grund zur Aufregung!

Abenteuerlich war die Begegnung mit diesem Elefanten im Amboseli-Park. Wir sahen in der Morgendämmerung durch ein Guckloch zwei riesige Elefantenfüße direkt vor unserem Zelt. Sehr langsam trollte der Bursche sich davon, sodass wir das Zelt verlassen konnten, um dieses Foto zu schießen. So ganz wohl war uns nicht in der Situation!

Bedenklicher als der Besuch von wilden Tieren ist das unerwartete Erscheinen von Menschen:
Auf einem Campingplatz, wo wir, wie meistens, ganz allein waren, tauchten bei hereinbrechender Dunkelheit drei junge Schwarze auf, die aus einiger Entfernung unser Lager ins Visier nahmen. Während sie den Platz umkreisten, deponierten wir vorsichtshalber unser Geld und die Papiere unter den Luftmatratzen und schliefen die Nacht unruhig auf unseren Habseligkeiten. Zum Glück kam es zu keinem weiteren Zwischenfall, wir wären dafür nicht gerüstet gewesen.

Camping -Alltag


Dann und wann ist ein "Hausputz" im Zelt angesagt, besonders wenn das Inventar mit dem roten Staub der Savannen bedeckt ist. Winfried bemüht sich hier um die Reinigung der Luftmatratzen.

Affenfüttern macht Mensch und Tier Freude. Leider war die Zutraulichkeit des Tiers nur ein Betrugsmanöver: Kollegen des Kapuziner-Äffchens nutzten die Gelegenheit, unsere Bananen aus dem Auto zu klauen!

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